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Cover von „Der Keller unter dem Hang“

Hörprobe

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  1. Erotische Geschichten
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  3. ›Der Keller unter dem Hang

Der Keller unter dem Hang

9 Min. · mit Jonas

Nur du ExplizitFremdeNur eine NachtGanz langsamMit dem Mund

Die Weinprobe ist vorbei, die anderen sind gefahren, und du bist noch da. Jonas räumt die Gläser weg, lässt sich Zeit und fragt, ob du sehen willst, was er sonst niemandem zeigt.

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Worum es geht

Es ist ein später Septemberabend auf einem Weingut am Fluss. Die letzten Gäste sind gegangen, die Fenster stehen offen, und die Luft riecht nach nassem Gras und Schiefer. Du bist geblieben, und Jonas, der Winzer, räumt die letzten Gläser weg. Er spricht ruhig und ein wenig verlegen mit dir, über Wein, der Zeit braucht, und über Dinge, die man nicht drängen darf. Zwischen euch liegt eine Spannung, die keiner von euch mehr überspielt. Dann lädt Jonas dich in einen alten Gewölbekeller unter dem Hang ein, den er sonst niemandem zeigt. Dort ist es kühl und still, nur eine einzelne Lampe brennt. Jonas fragt, bevor er etwas tut, und lässt dir bei jedem Schritt alle Freiheit. Die Geschichte ist leise, warm und sinnlich. Sie erzählt von Vertrauen, von Geduld und von einer Nacht, die anders verläuft, als du es erwartet hast. Wie sie endet, erfährst du beim Zuhören.

Die ganze Geschichte wartet.

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Kapitel

  1. IDie letzten Gläser0:00
  2. IIAus dem Fass2:16
  3. IIIAuf dem Fass4:38
  4. IVDie Treppe nach oben6:52

Die Stimmen

  • JonasWinzer an der Mosel. Ruhig, aufmerksam, mit einer Stimme, der man lange zuhört.

Leseprobe

I

Die letzten Gläser

Das waren die Letzten. Hörst du? Draussen springt noch ein Motor an ... und jetzt ist es still. Bleib ruhig sitzen, ich mach das hier schon.

Die Fenster lass ich offen. Die Luft kommt vom Fluss herauf, immer noch warm, obwohl es September ist. Riechst du das? Nasses Gras und ein bisschen Schiefer vom Hang.

Dein Glas ist noch halb voll ... Nein, lass es stehen. Ich räume einfach um dich herum.

Der Riesling vorhin, der letzte. Hat er dir gefallen? ... Du nickst. Das freut mich mehr, als ich zugeben sollte.

Der lag lange im Fass, länger als die anderen. Mein Vater hätte ihn viel früher abgefüllt. Ich nicht. Manche Dinge muss man einfach lassen, bis sie von selbst so weit sind.

Man kann einen Wein nicht drängen. Wenn man es versucht, schmeckt man das hinterher. Jedes Mal.

Du schaust mich so an. Ja ... vielleicht rede ich nicht nur vom Wein. Ich weiss es gerade selbst nicht ganz.

Die Gläser klirren leise im Korb, hörst du? Achtzehn Stück. Ich zähle sie jeden Abend, so eine Gewohnheit. Man denkt dabei an gar nichts.

Du schaust auf die Uhr. Es ist spät, ich weiss. Und du musst noch fahren ... oder?

Ich will dir eins sagen, damit es klar ist. Du kannst jederzeit gehen. Jetzt, in einer Stunde, wann immer du willst. Ich bring dich zum Wagen und bin dir kein bisschen böse.

Aber ich hätte dich gern noch hier. So. Jetzt ist es gesagt.

Du lachst. Gut. Ich hatte schon Angst, das war zu viel.

Bleiben ist gar nicht so ein grosses Wort, wie man denkt. Manchmal heisst es nur noch ein Glas. Noch eine Viertelstunde am offenen Fenster. Mehr nicht, wenn du nicht mehr willst.

Darf ich dich was fragen? ... Unter dem Hang gibt es einen alten Keller. Ein Gewölbe aus Bruchstein, die ältesten Fässer vom Gut. Die Gäste sehen den nie. Ich zeig ihn eigentlich niemandem.

Es ist kühl da unten. Du müsstest nichts tun, nur schauen. Und wenn es dir nicht gefällt, gehen wir einfach wieder hoch.

Du musst nicht sofort antworten. Ich trockne hier noch die letzten Gläser ab. Lass dir Zeit ... ich warte.

Das Tuch quietscht leise am Glas. Unten auf dem Fluss tuckert ein Boot vorbei, ganz langsam. ...

Hier geht es erst los.

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